Kurzbeschreibung der Rahmenbedingung des Landes und des Umfelds, in dem unsere Kandidatin Frau Molle Lobe lebt und ihr Wirkungsfeld hat:
Kamerun ist ein Entwicklungsland in der zentralafrikanischen Region, jedoch kein Sozialstaat. Über 50% der Bevölkerung (insgesamt ca. 25 Mill.) sind jünger als 15 Jahre. Trotz großem Bildungshunger und guten Ausbildungen liegt die Jugend-Arbeitslosigkeit bei geschätzt über 60%. In und um die quirlig-chaotische Millionenstadt Douala, die inzwischen über 3,5 Mill. Ew. hat, leben eine wachsende Anzahl von Mädchen, die Hilfe benötigen, da sie verstoßen, vergewaltigt oder zur Überlebens-Prostitution gezwungen sind.
Armut auf dem Land, die den Exodus in die großen Städte fördert, Zerfall von Werten und wachsende Arbeitslosigkeit bringen Familien in und um die Metropolen so in Not, dass sie ihren Kindern keinen Halt mehr geben können. Diese sind sich selbst überlassen, werden an die ferne Verwandtschaft weitergereicht, dort oft ausgebeutet und wachsen meist vernachlässigt und ohne Erziehung auf.
So sind sie allen Übeln einer verstädterten Gesellschaft ausgeliefert: STD (sex. transmitted diseases), zu frühe Schwangerschaften, hohe Mütter- und Kindersterblichkeit und wachsende Zahl an Waisen, auch viele mit HIV/Aids. Mädchen sind dabei das schwächste Glied. Sie landen früh in der Obdachlosigkeit und sind Opfer von Ausnutzung und Gewalt jeglicher Art.
Selbstvertrauen Stiften
Unsere Stiftung unterstützt einige wichtige Projekte in Kamerun. Es ist uns eine große Freude, Ihnen diese Projekte vorzustellen und einen Einblick in die inspirierenden Werdegänge unserer femmes debutes zu geben.
Tauchen Sie gerne in unsere interessanten Projekte ein.
Unsere Arbeit wirkt nachhaltig weiter.
Wir konnten tausende von Mädchen in ihrer Pubertätsentwicklung begleiten und 840 Mädchen in unseren HUPJEFI-Zentren jahrelang täglich betreuen.
UNSERE WERTE
Selbst

Wir fördern Eigeninitiative.
Vertrauen

Gemeinsam schaffen wir einen Raum, um einander und uns selbst zu vertrauen.
Stiften

Unsere Arbeit wirkt nachhaltig weiter.
Projekte
DORIANA
DORIANA Eine Berufsfachschule für Schneiderlehre, Dekoration und Informatik Die staatlich genehmigte Schneiderschule DORIANA befand sich lange im Zentrum Doualas (Akwa) in die Räume des ersten HUPJEFI-Sozialzentrums, das 2013 ins 30km entfernte Bomono an den Stadtrand der Millionen-Metropole umgezogen ist. Ab 2019 haben wir unsere Eierfarm in Bonendale zur Berufsschule DORIANA umgebaut und 2022-2024 nach zwei Jahrhunderthochwassern einen neuen Hochwasserschutz installiert. Dies umfasste u.a. neue Drainagekanäle und Wasserpumpen, eine Erhöhung der tiefliegenden Klassenzimmer und auch ein neuer höherer Dachstuhl. Patience Molle Lobe im Rollator auf dem Holzsteg während des zweiten Jahrhunderthochwassers Auch die DORIANA bleibt dem Konzept einer integrierten umfassenden Bildung […]
HUPJEFI
Drei Sozialzentren Akwa (seit 1998), dann Bomono (Umzug 2013) Bonaberi (seit 2011), dann Bonendale (Umzug 2021) New Bell (seit 2012) Anfangs konzentrierten wir uns 12 Jahre lang auf den Aufbau unseres ersten Sozialzentrums, damals noch in Akwa. Hier entwickelten wir das Konzept des Centre d’ecoute (Zentrum zum Zuhören) und entdeckten, wie wir uns am besten auf die Bedürfnisse der Mädchen einstellen konnten. Erst 2011 eröffneten wir ein zweites Zentrum in Bonaberi und 2012 ein drittes im Rotlichtmilieu von New Bell. Unser erstes Zentrum zog 2013 um nach Bomono. Aktuell unterstützen wir drei Sozialzentren, zentrale Anlaufstellen für Mädchen und Frauen in […]
Preis für überdurchschnittliche Schülerinnen von 5 umliegenden Gymnasien
Preise mit Schulmaterial für „Beste Mädchen“ aus 5 Gymnasien der Region Dibombari, ca 300 pro Jahr, damit sie ermutigt werden, nicht abzubrechen. Dabei wird am Tag der Preisvergabe ein aktuelles Thema für die Mädchen und ihre Eltern aufbereitet, wie z.B. Gefahren durch die sozialen Medien, Sugardaddies (Geschenke für Sex), Drogenkonsum in der Schule, etc.
Schulgelder
Die weltweite Energiekrise und steigende Inflation ließen in den letzten Jahren die Schulabbrüche speziell von Mädchen massiv ansteigen. Unser Ziel im Projekt SCHULGELD ist es deshalb, diese Schulabbrüche bei Mädchen dadurch etwas aufzufangen, dass wir diese in den HUPJEFI-Zentren gezielt in Nachhilfe fördern, damit sie das fehlende Jahr aufholen können, um im nächsten Schuljahr wieder einzusteigen und um wenigstens die Grundschule abzuschließen. Nur Mädchen, die regelmäßig ins HUPJEFI Zentrum kommen und die innere Motivation für ein fleißiges Lernen mitbringen, werden nach 9-12 Monaten als potentielle Schulgeldempfänger gefördert. Zu jedem Mädchen verwaltet HUPJEFI oder die Berufsschule DORIANA eine Akte mit den […]





