missio Preisverleihung

missio Preisverleihung an Patience Molle Lobe

am Samstag, 26.9.2026, 19:00 Uhr in Aachen

sowie Nachfeier und Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit der Preisträgerin
am Samstag, 10.10.2026, 14:30 Uhr – 17:30 Uhr in Bad Saulgau

 

Hintergrund der Stiftung des Preises
Das internationale katholische Missionswerk missio Aachen stiftete 2022 erstmals den Pauline-Jaricot-
Preis für visionäre Frauen der Kirche aus Afrika, Asien oder Ozeanien. Anlass war die am 22. Mai 2022
erfolgte Seligsprechung der Gründerin der modernen katholischen Missionsbewegung Pauline Marie
Jaricot (1799-1862) durch Papst Franziskus.
Mit dem Preis werden Frauen aus dem Globalen Süden ausgezeichnet, die zukunftsweisende Anstöße für
eine befreiende Kirche geben, die die Potenziale vor allem benachteiligter Frauen und Mädchen fördern
und sich für eine gerechte Teilhabe aller im Sinne des Gemeinwohls einsetzen

Die diesjährige Preisträgerin und ihr Engagement
In diesem Jahr geht der Preis an das Lebenswerk von Patience Félicité Molle Lobe aus Kamerun.
Patience ist Freiwillige in der Fokolar-Bewegung und war einige Jahre auch als Verantwortliche von ca.
25.000 Freiwilligen Frauen auf Weltebene tätig. Von Beruf ist sie Bauingenieurin, inzwischen im
Ruhestand.
Als erste Frau in Kamerun war sie als Regionalbeauftragte in der industriellen Küstenregion Kameruns für
alle öffentlichen Bauvorhaben verantwortlich. Sie hat sich in ihrer Arbeit wegen ihrer Unbestechlichkeit und
Ehrlichkeit einen Namen gemacht – und wurde dementsprechend angefeindet.

Doch den Preis bekommt Patience für ihr Engagement zugunsten von Mädchen, die sich am Rande der
Gesellschaft befinden. Im Herbst 1998 hatte sie dazu ein Schlüsselerlebnis, als sie in der der
Millionenstadt DOUALA eines Nachts auf dem Heimweg von einem Fest ein 14-jähriges Mädchen
entdeckte, das sich im Rotlichtmilieu wohl prostituieren musste. Patience schreibt selbst dazu: „Als ich
dieses Mädchen in Not nachts an der Ecke sah, wurde mir bewusst, dass es für Mädchen wie sie nicht nur
Schulbildung brauchte, sondern auch eine liebevolle, konsequent vorgelebte Wertevermittlung.“

Zusammen mit Freundinnen aus einer Frauengruppe der Fokolar-Gemeinschaft gründete sie daraufhin
das erste Sozialzentrum, genannt: « Halte Utile Pour Jeunes Filles » (HUPJEFI), mit dem Leitmotiv aus
Matthäus (14,16): „Gebt doch Ihr ihnen zu essen!“ im Sinne von:
Teilt einfach das Wenige, was ihr habt … und es wird reichen!

Ohne selbst Kinder zu haben oder Sozialarbeiterin zu sein, motivierte sie jede der Frauen dazu, ihre
Talente und ihre Zeit dafür einzusetzen, in einem Tageszentrum vernachlässigte Mädchen aus armen
Familien, die oft von Verwandten ausgebeutet werden, mit Wertschätzung und Liebe, umfassend fürs
Leben zu fördern.

Aus diesen Anfängen sind durch Patience Molle Lobe und viele Unterstützer in Kamerun und Deutschland
inzwischen vier Projekte für Mädchen in Not gewachsen, mit bisher über 840 Mädchen, die in HUPJEFI
jahrelang begleitet wurden:

  • Drei HUPJEFI Sozialzentren in verschiedenen Stadtvierteln der Millionenstadt Douala, Kamerun,
    als erste Anlaufstelle
  • die Berufsschule DORIANA, mit 3 Fachbereichen, im Umland der Millionenstadt
  • die Wiedereinschulung von Mädchen nach Schulabbrüchen durch Schulgeldunterstützung, um
    wenigstens 4 Grundschuljahre abschließen zu können
  • Die Preisvergabe mit Schulmaterial für „Beste Mädchen“ aus 5 Gymnasien der Region Dibombari,
    ca. 400 pro Jahr, damit sie ermutigt werden, nicht abzubrechen.
    Dabei wird am Tag der Preisvergabe ein aktuelles Thema für die Mädchen und ihre Eltern
    aufbereitet, wie z. B: Gefahren durch die Sozialen Medien, „Sugar Daddys“ (Geschenke für Sex),
    Drogenkonsum in der Schule, etc.

Weitere Informationen zu den Projekten in Kamerun auf der Homepage der Dr. Eder & Molle Stiftung:
frauenstaerkenafrika.org

Die Veranstaltung in Aachen anlässlich der diesjährigen Preisverleihung
Missio Aachen lädt aus Anlass der Preisverleihung zu einer soirée mit Patricia Kelly, missio-Botschafterin,
und internationalen Gästen am 26.09.2026 in den großen Krönungssaal des Aachener Rathauses ein.
Gisela Steinhauer, bekannt aus den WDR-2-Sonntagsfragen, moderiert den Abend (Einlass: 18:30 Uhr,
Beginn: 19:00 Uhr).
Die Veranstaltung ist gleichzeitig die Eröffnung des Monats der Weltmission des Missionswerks. In diesem
Jahr mit Gästen aus Madagaskar.
Anmelden zu diesem Abend kann man sich bei Missio-Aachen:
E-Mail: begegnungen@missio-hilft.de

Begegnung mit der Preisträgerin in Bad Saulgau
Am Samstag, 10.10.2026 (14.30 -17.30 Uhr) findet im katholischen Gemeindehaus von 88348 Bad
Saulgau in Süddeutschland eine Begegnung mit Patience statt.
Dort können wir mit Patience den Pauline-Jaricot-Preis mit allen Spenderinnen und Spendern nachfeiern.
Auch Freunde aus der Fokolar-Bewegung können Patience dort persönlich treffen oder kennenlernen. Es
können Fragen gestellt werden zu den von Patience initiierten Projekten. Außerdem antwortet sie gerne
auch auf Fragen zu ihren Erfahrungen in der Bewältigung aller möglichen Krisen und dem Bemühen,
authentisch aus dem Evangelium und der Spiritualität der Fokolar-Bewegung zu leben.
Weitere Informationen zu dieser Begegnung und Anmeldung:
E-Mail: regine.frisch@gmx.de

Wie kam es zu der diesjährigen Preisverleihung an Patience
Henriette Vogginger, Freiwillige in der Zonette Stuttgart, fördert durch verschiedene Initiativen seit Jahren
die Arbeit der Dr. Eder & Molle Stiftung, die sich aus Deutschland für die Projekte in Kamerun einsetzt. Die
Ärztin, Dr. Reginamaria Eder, ist eine enge Mitarbeiterin von Patience und pendelt seit vielen Jahren
zwischen ihrem Wohnsitz in Kamerun und Oberschwaben. Henriette nutzte daher die Möglichkeit, das
Wirken von Reginamaria und Patience bei der Katholischen Frauengemeinschaft ihres Dorfes
vorzustellen. Frau Erika Hauser, 1. Vorsitzende der KFD Beuren a.d. Aach war sofort begeistert. So hielt
Frau Dr. Eder erst 2016 einen Vortrag und kam auch 2021 zu einer Begegnung im Rahmen des
afrikanischen Festes der KFD.
Henriette Vogginger und Erika Hauser wurden auf die Ausschreibung des Pauline-Jaricot-Preises von
Missio aufmerksam und reichten ihren Vorschlag für die diesjährige Nominierung ein.

Denn das Besondere ist der Basischarakter der Ausschreibung des MISSIO Preises. Kirchengemeinden,
Verbände und weltkirchliche Initiativen sind zur Nominierung aufgerufen. Die Entscheidung fällt dann eine
von Missio bestellte Jury. Wir freuen uns mit der diesjährigen Preisträgerin und den Initiatorinnen der
Nominierung.

Dr. Reginamaria Eder und
Peter Hitzelberger, Ansprechpartner der Fokolar-Bewegung, Zonette Stuttgart.

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